Helfer gesucht für den 7.8. Treffpunkt ab 10:00 Uhr in Hemer!

HIIILLLFFFEEEEE – ES IST WIEDER PACKTAG!!!!📦📦📦📦📦📦📦
Hallo Leute im Raum Hemer (einladen) und Eitorf/Windeck (ausladen, packen) und Umgebung!! Wir brauchen am 7.8. ab 10:00 Uhr wieder möglichst viele fleißige Helferlein zum Kistenschleppen und packen. Wer kann helfen?? Wer kann mit fahren? Wir brauchen auch noch Fahrzeuge, am besten mit Anhänger, oder was größeres. Bitte dringend bei Silke für die Planung melden. Danke 📦📦📦📦📦📦📦📦📦📦📦📦📦📦📦📦📦📦📦

3. Meet & Greet am 29.08. in Hemer!!

‼️Safe the date‼️🥳
Liebe Friends for Life,
nach einem Jahr Corona-bedingter Pause laufen die Planungen für das 3. Meet & Greet unter Corona-Bedingungen mit Dana und Bia!
Wir freuen uns, unsere Mitglieder, Pflegestellen und Adoptanten-Familien nebst unserer ehemaligen Schützlinge am 29.08.2021 wieder in Hemer begrüßen zu dürfen.
Also merkt euch den Termin vor – weitere Infos folgen in Kürze.

Ein Rolli für Candy – Bitte helft uns mit einer Spende

Candy ist gerade mal 4 Monate alt als sie mit abgehackten Vorderpfoten gefunden wurde. Die Stümpfe offen und entzündet saß sie winselnd und wedelnd am Straßenrand. Die Tierschützerin brachte es nicht über das Herz diesen trotz aller Schmerzen fröhlichen kleinen Hund einschläfern zu lassen. Sie pflegte sie gesund.
Aber was tun mit einem zweibeinigen Hund? Sie bat eine Freundin von uns uns um Hilfe. Die rief mich an, da sie weiß das wir selbst Handicap Hunde pflegen und schon vermittelt haben. Also nahmen wir uns dem Fall an, und die Telefoniererei ging los….. gut das wir mit Dr. Andrea Runge (Partner von Eddies Wheels) eine tolle Unterstützerin haben. Sie war sofort „an Bord“ und hat Candy durch ihre Netzwerke geschickt und auf Facebook gepostet. Dann ging es so viel schneller als gedacht… es meldete sich Ulrike, die sofort eine Pflegestelle anbot. Wir waren hocherfreut. Aber es kam noch besser: Es meldete sich ein super nettes Junges Paar, die Candy adoptieren wollten! Ihnen war zuerst der „Makel der Behinderung“ noch nicht mal aufgefallen, sie haben sich in die Fotos verliebt – aber dann war es klar: ob der Hund nun Füße hat, oder nicht, wir wollen sie! Es folgten lange Vorgespräche und Beratung. Und wir waren uns einig: das passt!
Candy durfte , inzwischen 6 Monate alt, am 10.7. ausreisen und direkt in ihr für immer Zuhause umziehen. Candy ist ein kleiner Sonnenschein auf den nun einiges zukommt: Zunächst wurde sie geröntgt und durchgecheckt, soweit alles ok. Als nächstes hat sie einen Termin bei Frau Dr. Runge in Göttingen zum Vermessen für den eigenen Frontrolli. Bis dieser dann fertig ist, übt sie fleißig die Bewegungsabläufe in einer Trageschlaufe.
Und nun kommt ihr ins Spiel: der Frontrolli wird etwa 1500,-€ kosten und wir möchten die Adoptanten damit nicht alleine lassen. Sie haben schon genug Kosten für Fahrten, Hilfsmittel, etc. auf sich genommen. Außerdem ist damit zu rechnen, das Candy einen neuen Rolli braucht, wenn sie richtig ausgewachsen ist – und den werden die Adoptanten übernehmen…

Daher jetzt unsere Bitte: Spendet doch bitte ein paar Euro, damit wir das Geld zusammen bekommen, und Candy ganz schnell zur Rolli-Flitzmaus werden kann.

Spendenkonto:

Friends for Life Germany e.V., Sparkasse Märkisches Sauerland Hemer-Menden, IBAN: DE24445512100001355072, BIC: WELADED1HEM

oder:    PayPal: info@friends-for-life.de (Geld an Freunde und Verwandte senden anklicken!)

Verwendungszweck „Candy“

Rumänien Juli 2021

Back in Craiova -Tag 1:
9 Monate sind seit unserer letzten Rumänien-Reise vergangen.
Sooo viele neue Hunde haben den Weg ins Shelter gefunden. Wir haben viel vor in den nächsten zwei Tagen, alle Zwei- und bekannten Vierbeiner besuchen und euch die Neuzugänge vorstellen.
Aber jetzt machen wir uns erst einmal einen schönen Abend mit leckerem selbstgekochtem Essen von Gabriela
 Tag 2:
Morgens um 7 Uhr sind wir gestartet und freuen uns nun auf die (leider) „kalte“ Dusche!
Unser erster Besuch ging mit Gabriela nach Afumati. Dort wurden wir von Amira und ihrer Familie freudig erwartet. 30 Welpen wurden uns vorgestellt. Von diesen wurden auch gleich 5 geimpft. Ein Neuzugang, ein kleiner schwarzer Rüde, war leider nicht so gut dran, so dass wir ihn noch mitgenommen haben zu Gabriela. Morgen wird er in der Klinik vorgestellt. Natürlich besuchten wir in Afumati auch Floyd, Higgins, Memphis und Missouri. Zum späten Frühstück wurde uns hausgemachtes Brot, Käse und Tomaten und Gurken aus dem Garten serviert.
Nach einer Zwischdusche (kalt) in unserem Appartement sind wir dann um 14 Uhr zum Shelter weiter gefahren. Hier war Nicki schon dabei die Vorspeisen für das Abendessen zu zubereiten.
Den ganzen Nachmittag haben wir mit den Hunden verbracht. Es ist immer wieder spannend….Filou zum Beispiel hat sich toll entwickelt. Auch Valencio lässt sich nun anfassen. Buck hat leider wirklich etwas zugenommen (hüstel) 😊.
21 Neuzugänge kannten wir noch nicht und wir haben uns sehr gefreut sie nun kennenlernen. Bald werden wir jeden einzelnen zu vermittelnden Hund auf der Homepage vorstellen.
Ein paar Hunde wurden mit Mikrochip versehen, alle gegen Zecken und Flöhe behandelt und es wurden natürlich ausgiebig Streicheleinheiten verteilt, an diejenigen die wollten. Den Tierheim-Neubau haben wir natürlich auch begutachtet und konnten uns davon überzeugen welche tollen Fortschritte hier zu verzeichnen sind. Das Essen von Nicki war wieder eine Wucht, zubereitet in der improvisierten Küche unter freiem Himmel.
Abgerundet hat den Tag ein Spaziergang mit Oliver, Dana, Bia und ihren Hunden über die Felder hinter dem Shelter. Spontan hatte sich auch Viorel mit Hubert mit dazu gesellt (sucht auch noch ein Zuhause….also Hubert 😉, nicht Viorel).
Tag 3:
Heute ging es um 7:30 Uhr los nach Goiesti zu Gabi und Ani, die uns bereits mit Kaffee erwartet haben. Wie schön, die beiden endlich wieder zu sehen! Zuerst haben wir gemütlich zusammen gefrühstückt und alle Neuigkeiten ausgetauscht. Wie erleben unsere Freunde die Pandemie und was ist sonst noch passiert ist…. Und natürlich Hunde, Hunde, Hunde 😉. Wir erfuhren, von einer Hündin mit Welpen in der Nachbarschaft, die wir uns später ansehen wollen, von Feldhunden, die dringend kastriert werden sollten und natürlich auch das es allen Bestandshunden soweit gut geht – Ricky ist alt und blind geworden, Lisa und Igor sind deutlich weniger ängstlich und sogar Vivi ließ sich von uns anfassen, als wir dann runter zu den Hunden gegangen sind, um mit ihnen noch Zeit zu verbringen. Die Mama mit Welpen haben wir zum Abschluss kurz besucht. Ein freundlicher Anwohner versorgt sie derzeit, aber sie soll schnellstmöglich aufgenommen und dann auch kastriert und vermittelt werden. Natürlich inklusive ihrer Welpen.
Die Zeit war mal wieder viel zu kurz, und wir mussten los. Ohne Umwege sind wir zum Shelter durchgefahren um dort noch unsere „To-do“ Liste fertig abzuarbeiten: Die Neuzugänge ausmessen und fotografieren stand heute auf dem Plan. Außerdem die „Neuen“ beobachten und einschätzen, wer bald ausreisen kann. Am zweiten Tag waren auch jene, welche gestern noch etwas vorsichtig uns gegenüber waren, deutlich zugänglicher.
Nicki hat auch heute wieder super leckeres Essen gezaubert……soooo viel können wir gar nicht essen….wir ließen den Tag am Shelter gemeinsam ausklingen und gönnten uns diesmal eine warme Dusche in Bias Appartement 😉
Tag 4:
Bye bye Craiova…. viel zu Kurz und trotzdem viel geschafft!
Schon ganz bald sehen wir uns wieder.
Eure Silke und Micky

Das Leben mit einem rumänischen Straßenhund….ein Erfahrungsbericht

Ich möchte hier mal von unserem Frodo berichten. Frodo kam vor 7 Jahren aus Rumänien
zu uns. Er lebte dort auf der Straße und wurde dort, mit einigen anderen Hunden, auf einem Firmengelände mit Futter versorgt.
Dann wechselte der Firmeninhaber und der neue Chef wollte die Hunde nicht auf seinem
Gelände haben. Es sollten die Hundefänger gerufen werden.
Was so viel heißt, die Hunde wären in eine Tötungsstation gelandet.
Wir hörten davon, da wir aber bereits 2 eigene Hunde hatten, waren wir bereit, Frodo als Pflegehund aufzunehmen, so dass wir von hier aus für ihn ein Zuhause finden konnten.
So war der Plan…….
Frodo kam am 01.03.2014 um ca. 23 Uhr bei uns an. Er war nach der langen Autofahrt fix und fertig und rührte sich kaum von der Stelle. Also war erst mal Ausruhen und Ankommen angesagt.
Von Anfang an verstand er sich sehr gut mit unseren eigenen Hunden und auch uns gegenüber zeigte er sich sehr aufgeschlossen und freute sich über jegliche Zuwendung.
Bei unseren ersten Kontakten fiel schnell auf, dass er körperlich einige Blessuren aufwies.
Da war der deformierte Nasenspiegel, eine Narbe über dem rechten Auge, eine am Kinn, dann die etwa 2 handflächengroße haarlose Stelle an der Brust, das versteifte und verdickte Gelenk am rechten Vorderlauf, ein Loch im rechten Oberkiefer, eine deformierte und vernarbte Hinterpfote und die fehlende Rute.
All diese Verletzungen waren älteren Datums und längst verheilt.
Wie es dazu kam, konnte niemand mehr nachvollziehen. Vielleicht ein Autounfall oder hatten ihn Menschen diese Verletzungen zugefügt?….man weiß es nicht.
Trotz allem war Frodo einfach nur lieb und uns sehr schnell klar, dass er zu uns gehört.
Ein Problem gab es aber doch. Er kannte ein Geschirr nur vom Transport von Rumänien nach Deutschland, hatte ein solches aber nie zum Gassigehen getragen. Gassi gehen? angeleint? Geschirr anziehen? Ich bleib einfach mal stehen und mache gar nichts.
Es hat 3 Wochen gedauert, bis ich ihn so weit hatte, dass er, zunächst im Garten und später auch an der Straße mitlief.
Heute ist das alles kein Problem mehr, er mag es zwar immer noch nicht sehr gerne, wenn wir ihm das Geschirr anziehen wollen, aber das geht sehr fix und er weiß, dass es dann zu kleineren oder größeren Abenteuern geht.
Inzwischen verbrachten wir schon gemeinsame Urlaube am Meer und auch ab und an mal den einen oder anderen Ausflug.
Tierarztbesuche gestalten sich ebenfalls völlig unkompliziert, niemals hat Frodo geknurrt oder gar geschnappt, nur fremden Menschen gegenüber, die unser Grundstück betreten, ist er weiterhin eher misstrauisch und verbellt sie. In unserer Anwesenheit bleibt er aber ruhig.
Im Laufe der Zeit hatten wir tatsächlich dann auch den einen oder anderen Pflegehund aus Rumänien, die hier in Deutschland alle ein tolles Zuhause gefunden haben.
Bis auf den scheuen und sehr sensiblen Rex, waren alle Hunde grundsätzlich offen. Bei Rex hat es 1,5 Wochen gedauert, bis wir endgültig sein Vertrauen gewonnen hatten.
Das wurde uns aber vom zuständigen Verein auch so mitgeteilt, dass er eher ein zurückhaltender Vertreter sei. Auch er fand in Deutschland ein passendes Zuhause.
Immer wieder lese ich kritische Sätze, dass Straßenhunde gar nicht „gerettet“ werden wollen, dass sie ihr freies und unabhängiges Leben bevorzugen würden, sprich, man tut ihnen keinen Gefallen, wenn man sie „rettet“ , in einen privaten Shelter verbringt, wo sie kastriert, geimpft und entwurmt werden, um dann die lange Reise in ein anderes, für sie komplett unbekanntes Leben zu beginnen.
Sie wollen nicht in einem Haus wohnen und dort auf der Couch liegen.
Man sagt, die Hunde seien damit überfordert und das sei nicht das Leben, was sie wollen.
Man solle die Tiere lieber kastrieren und dann dort belassen.
Ich kann jetzt nur für Rumänien sprechen.
Wer sich nur etwas mit den Gegebenheiten vor Ort auseinander setzt, sieht schnell, dass es nicht so einfach ist. Kastrationsprogramme laufen, aber…
DEN Straßenhund, der nie in menschlicher Obhut gelebt hat, gibt es eher selten. Die meisten Hunde haben oder hatten mal einen Besitzer. In Rumänien ist es nicht verboten, seinen Hund frei herum laufen zu lassen, für diese Hunde gibt es auch keine Kastrationspflicht. Hunde werden immer wieder ausgesetzt, z.B., wenn sie krank sind oder sich herausstellt, dass der Hund nicht als Wachhund taugt. Immer wieder werden ausgesetzte Welpen gefunden…..immer und immer wieder werden solche Hunde gefunden, verletzte oder kranke Hunde, die ohne menschliche Hilfe keine Chance hätten. Hunde auf der Suche nach Nahrung…….die Gefahr, von einem Auto angefahren, von Menschen geschlagen und misshandelt oder von den staatlichen Hundefängern erwischt zu werden, ist sehr hoch.
Ein weiteres gern verwendetes Argument ist „nicht umsonst sitzen so viele Hunde aus dem Ausland in deutschen Tierheimen“
Dazu möchte ich folgendes sagen:
Die wenigsten Hunde sind tatsächlich Abgabetiere, sondern sitzen in deutschen Tierheimen, weil auch deutsche Tierschutzvereine mit den ausländischen Tierschützern kooperieren, sie in deutschen Tierheimen aufnehmen, um sie von dort aus weiter zu vermitteln.
In Rumänien haben diese Tiere keine Chance.
Noch eine Anmerkung zum Schluss. Alle unsere Pflegehunde haben innerhalb kürzester Zeit ein gemütliches Plätzchen auf der Couch zu schätzen gelernt, selbst der scheue Rex lag am 3. Tag auf unserer Bürocouch und ließ sich das Köpfchen kraulen.
Zu unserem Frodo kam jetzt vor gut 2 Jahren unsere Hündin Wilma hinzu, auch sie wurde verletzt auf der Straße gefunden.
Ich glaube nicht, dass einer unserer ehemaligen Pflegehunde oder gar unsere eigenen Hunde zurück auf die Straße möchten, aber ich kann sie ja mal bei Gelegenheit fragen.
Text: Susanne Berthel

Vom Tierschutz zum Therapiebegleithund

Hallo Leute oder buna ziua,

ich bin´s, der Dexter. Vielleicht kennt ihr mich ja noch unter dem Namen „Strolch“, denn so hat man mich genannt, als ich – durch Friends for Life Germany e.V. – zusammen mit meiner Mama Susi von Rumänien nach Deutschland reisen durfte. Warum Mama und ich im Shelter gelandet sind? Keine Ahnung! Wir hatten ja eine Familie in Rumänien… aber ANGEBLICH haben wir das Hofhuhn gejagt…und erwischt…

Also: ich kann mich daran nicht erinnern! Und wenn doch, dann wollten wir bestimmt nur spielen… (Können diese Augen lügen?)

Egal! Jedenfalls durfte ich im August 2019 ausreisen und kam zunächst in meine Pflegestelle zu Chantal und zu meinem Kumpel Jay. Das war vielleicht aufregend. Ich konnte mit Jay toben, hatte immer genug zu fressen (kein Grund, irgendwelche Hühner zu jagen), habe gelernt, dass man draußen sein Häufchen macht und die Katzen haben mir zuletzt sogar gezeigt, wie man lästiges Papier von der Wand rupfen kann. Was für ein Spaß!

Es kamen auch ab und zu Menschen vorbei, um mich zu besuchen. Einmal war auch eine Hündin, die Juni, dabei. Die war erst ein bisschen eingebildet. Stellt euch vor, die hat mich komplett ignoriert. Aber ihre Menschen waren ganz ok. Und irgendwann ist Chantal mit mir zu denen gefahren und hat mich dort gelassen. Ich habe noch gedacht: „Hey, du kannst doch nicht so schusselig sein“, und wollte ihr nachlaufen, aber die anderen Menschen haben mich nicht über den Gartenzaun klettern lassen.

Da saß ich nun… mit der eingebildeten Juni, die mich nicht beachtet hat. Wenigstens hatte ich immer noch genug zu fressen und die neuen Menschen, Herrchen und Frauchen, haben sich echt bemüht. Allerdings war Herrchen am Anfang echt gruselig – so wie alle Männer. Und es gab noch ganz viele andere furchteinflößende Dinge in meiner neuen Welt – Radfahrer, Autos, Schatten, mein Spiegelbild und vor allem: Füße! Ich weiß gar nicht mehr, was anfangs schlimmer war, Füße oder Hundeschule. Dahin haben die mich nämlich nach ein paar Wochen auch geschleppt.

Zum Glück hatte ich mein Frauchen stellenweise für mich alleine. Immer dann, wenn Juni mit Herrchen zur „Arbeit“ musste, haben wir ganz viel gekuschelt und Alltagssituationen geübt. Diese Arbeit war auch der Grund, warum die Juni anfangs so eingebildet war. Sie ist ein ausgebildeter Therapiebegleithund in der LWL-Klinik Hemer und hat Herrchen regelmäßig begleitet. Ich war in ihren Augen ja nur „der Typ, der nichts kann“. Immer wenn Herrchen mir etwas zeigen wollte, hat die sich vorgedrängt und gesagt: „Schau hier, so macht man das.“

Aber ich bin ja nicht nur wahnsinnig charmant, sondern auch clever und ehrgeizig. Herrchen und Frauchen haben viel mit mir geübt. Als unsere Hundeschule umzugsbedingt geschlossen wurde, haben sie direkt für mich eine neue gesucht und unsere neue Trainerin, die Maggy, hat uns viel Mut gemacht und ganz viele tolle Tipps gegeben. Irgendwann habe ich bei den gruseligen Dingen gesagt: „Augen zu und durch!“. Jetzt stören mich die Autos und Fahrräder gar nicht mehr und Füße können ganz toll streicheln! Besonders Herrchen hat immer an mich geglaubt. Er musste sich oft von Leuten anhören, ich sei als Tierschutzhund viel zu ängstlich, um jemals selbst Therapiebegleithund zu werden. Aber allen Widerständen zum Trotz ist er mit mir zu den Praxisseminaren beim MITTT gegangen. Hier hat unser Ausbilder Guido gleich mein wahres Potenzial erkannt. Ein echter Fachmann halt.  Im Juli 2020 wurde ich offiziell Azubi und sollte bereits Weihnachten meine Abschlussprüfung ablegen. Es lag eine Menge Arbeit vor uns.

Puh! War das anstrengend. Ich durfte auch schon mal mit in die Klinik, die uns auch in unserem Vorhaben sehr unterstützt hat,  um meinen neuen Arbeitsplatz und meine neuen Kollegen kennenzulernen.

Die Patienten lieben mich … natürlich! Und stellt euch vor, sogar die Juni mag mich jetzt. Wir sind ein Herz und eine Seele und kuscheln miteinander (…wenn keiner zuschaut). Und sie kann sogar spaßig sein und tobt mit mir. Das macht sie mit anderen Hunden nicht.

Und plötzlich war es Dezember. Die Prüfung stand vor der Tür und sollte am 22.12. stattfinden. Und dann… Lockdown! Man, war ich frustriert. Die ganze Arbeit umsonst? Aber Aufgeben ist keine Option! Herrchen und ich haben die Zeit genutzt und zuhause und in der Hundeschule weiter fleißig geübt. Sogar bei Schnee, brrr… Und auch an meinem Jagdverhalten arbeiten wir (Hühner sind Freunde, kein Futter!)

Wir mussten allerdings noch warten, bis wir zeigen konnten, was für ein tolles Team wir sind. Am 1. Juni war es dann endlich soweit.  Ich habe meine Prüfung zum Therapiebegleithund bestanden! Man, bin ich stolz! Viele meiner Freunde aus dem Praxisseminar waren ebenfalls dabei und wir konnten alle unser Können unter Beweis stellen. Jetzt, wo das geschafft ist, freue ich mich auf alle Herausforderungen, die noch kommen.

Und allen, die glauben ein Tierschutzhund kann das nicht sage ich: Vertraut uns! Mit Liebe, Geduld und viel Arbeit schaffen wir mehr als ihr denkt!!!

Euer Dexter

Text: Marko Drobela

Unterstützung für Afumati

Liebe Freunde und Unterstützer,
Vor ein paar Tagen erreichte uns eine Bitte aus Afumati.
In Afumati lebt Amira mit ihrer Großmutter auf einem Hof in einem kleinen Dorf ca 1,5 h von Craiova entfernt. Beide können nicht wegschauen, wenn sie Hunde, Katzen und natürlich wie so oft Welpen in Not sehen. Gabriela betreut diese „unsere“ Außenstelle und fährt regelmäßig hin, um Futter zu bringen, Tiere zur Impfung oder Kastration zu bringen oder noch schöner: zum Happy Bus. 😊
Ein großer Teil der von uns vermittelten Junghunde ist dort gerettet und bis zu ihrer Abreise liebevoll versorgt worden. Zum Teil waren und sind Findlinge so klein, dass sie die ersten Tage mit der Flasche aufgezogen werden.
Vor ein paar Monaten haben wir mit eurer Hilfe eine wunderbare Verbesserung erreicht: es konnten ein paar Gehege für die Welpen gebaut und Hundehütten für die erwachsenen Hunde angeschafft werden.
Nun hat sich die Lage leider insofern verschlechtert, als dass der direkte Nachbar alles andere als tierlieb ist und die Familie bedroht hat. Sie haben nun Angst, dass er den Hunden etwas antut und wir haben überlegt wie wir helfen können. Schon vorletztes Jahr hatten wir dringend eine Kastrationsaktion in dem Umkreis des Dorfes mit Hilfe des Teams von Aurelian vorgehabt. Da ist uns Corona dazwischen gekommen….
Nun wurde die Idee ins Leben gerufen, einen Blechzaun zu errichten. Zumindest zu der Seite des Nachbarn wäre dies von Vorteil, so dass er die Familie und die Hunde nicht permanent beobachten würde.
Sie würden sich etwas sicherer auf ihrem Grundstück fühlen.
Helft ihr uns unseren Tierschützern vor Ort zu helfen ?
Jeder noch so kleine Betrag füllt den Topf.
Wer mag überweist unter dem Stichwort „Blechzaun“ via PayPal oder auf das Vereinskonto.
Friends for Life Germany e.V.
Sparkasse Märkisches Sauerland Hemer-Menden
IBAN: DE24445512100001355072, BIC: WELADED1HEM
oder:
PayPal: info@friends-for-life.de (bitte „Freunde“ anklicken)

Pflegestelle sein – oder: was es heißt Hunden ein „Sprungbrett“ zu bieten

„Das könnte ich nicht, ich würde alle Hunde behalten wollen“

Diesen Satz hören wir immer wenn das Gespräch darauf kommt das wir Pflegestelle für Tierschutzhunde sind. Ja, auch wir würden viele (nicht alle) Hunde gerne behalten und ja, uns fällt es oft schwer die Fellpfoten wieder herzugeben. Warum wir es trotzdem machen wollen wir erzählen.

Samstags Abends, der Vereinswagen fährt in unsere Einfahrt und Andreas und ich stehen schon in den Startlöchern. Nach einer knappen Begrüßung, die Neugier ist groß, wird der Hund aus der Transportbox geholt und erst mal direkt in unseren Freilauf gebracht. Hier zeigen sich dann die vielen unterschiedlichen Charakter. Der eine stürmt direkt los und erkundet das Gelände, der nächste bleibt wie eingefroren sitzen. Manche suchen erst mal eine Möglichkeit sich zu verkriechen oder das Weite zu suchen. Wenige suchen sofort den Menschenkontakt und wollen einfach nur schmusen.

Wenn sich die erste Aufregung gelegt hat beginnt die Zusammenführung mit unseren eigenen drei Hunden. Je nach Charakter dauert es seine Zeit oder geht ganz fix. Danach geht es dann in das Haus. Für die Meisten ist das was vollkommen neues. Hier sorgen wir dann dafür das erst mal für den Neuankömmling die Möglichkeit besteht alles zu erkunden. Ein Handtuch liegt bereit denn meistens trauen sie sich im Auslauf nicht ihr Geschäft zu verrichten und lösen sich dann erst mal in der Wohnung. Nach der ganzen Aufregung geht es dann zur Nachtruhe.

Im Laufe der nachfolgenden Woche ist es sehr spannend zu beobachten, wie der Hund sich eingewöhnt, stubenrein wird, den Tagesablauf sehr schnell lernt und auch seine Persönlichkeit immer mehr zum Vorschein kommt. Vertrauen baut sich auf, es wird getobt und gespielt und meistens auch sehr viel geschlafen. Es ist immer wieder faszinierend wie schnell sich sowohl Welpen aber auch ältere Hunde eingewöhnen und anpassen. Natürlich wird nun auch der erste Blödsinn gemacht. Es wird versucht Decken anzuknabbern, Kissen tot zu schütteln und alles von den Tischen zu klauen. Mit der Zeit weiß man aber was die Pappenheimer so aushecken und hat ein Auge darauf. Kein Fernsehprogramm kann so spannend sein wie das beobachten der Fellpfoten.

Mittlerweile hat man sich einen ersten Eindruck verschafft was für Eigenheiten und manchmal auch Baustellen der Hund hat. Das ist auch wichtig denn meistens finden auch sehr schnell die ersten Gespräche mit Interessenten statt. Diese führen Andreas und ich immer zusammen um uns dann danach austauschen zu können. Denn die Entscheidung wer den Hund letztlich bekommt machen wir uns nicht leicht, denn wir möchten natürlich das der Hund glücklich wird. Aber auch die zukünftigen Besitzer sollen viel Freude mit ihrem neuen Weggefährten haben. Ein schüchterner, zurückgezogener Hund passt nicht in eine Familie mit kleinen Kindern. Die Fellpfote die meint ihr gehört die ganze Welt, braucht eine konsequente Hand. Jetzt kommt das was uns am aller schwersten fällt, wenn es mehrere passende Interessenten gibt. Wer bekommt den Hund, und wer bekommt eine Absage.

Dann ist die Entscheidung gefallen und ich übernehme die schöne Aufgabe dem neuen Dosenöffner Bescheid zu geben das der Hund einziehen darf. Dabei habe ich schon alles erlebt, von lautem Gekreische über ein leise gehauchtes Danke. Jedes mal freue ich mich mit.

Die Absagen müssen wir zum Glück nicht machen, denn dann hätten wir die Pflegestelle schon längst wieder abgegeben.

Nun geht es meistens sehr schnell. Ein Termin für die Vorkontrolle wird vereinbart und der Hund kommt dann schon direkt mit. Bisher konnten wir immer anschließend  die Übergabe machen da es nichts zu Beanstanden gab. Das ist immer ein besonders schöner Tag wenn man die glücklichen Augen der neuen Besitzer sieht. Wir verabschieden uns dann meistens recht schnell mit einem weinende und einem lachenden Auge. Wieder einen Hund gerettet und Menschen glücklich gemacht. Im Auto dann schon die Überlegung „Wie wird wohl der nächste sein?“

In den nächsten Tagen trudeln dann immer mal wieder kleine Grüße und Fotos von unserem ehemaligen Pflegi ein. Darüber freuen wir uns immer sehr, und das Herz geht einem auf wenn man sieht wie glücklich alle sind. Oft ist bei uns dann schon der nächste Hund eingezogen der mit eben soviel Liebe empfangen wird.

(Text: Andreas und Corinna Herrmann, Pflegestelle bei Friends for Life Germany seit 2017)

 

 

 

JUUUUHU! VETO-Spenden LKW ist angekommen

All eure Spenden vom Spenden-Marathon für Tiere sind nun endlich in Craiova, Rumänien angekommen!
Durch den Spendenmarathon 2020 kamen 33 Paletten bzw. 22.820kg Futter für uns zusammen! Das ist der absolute Wahnsinn!
Mit diesem Futter können wir die Hunde von Dana & Bia, von Gabriela, von Gabi & Ani und von unserer Außenstelle in Afumati mehrere Monate versorgen! Wir sind unglaublich dankbar, dass wir auch in 2020 Teil des gigantischen Spendenmarathons für Tiere sein durften. Gerade in diesem Jahr sind wir ganz besonders auf dieses Futter angewiesen. Wenn wir die Spenderliste durchschauen und viele vertraute Namen lesen, die uns unterstützen und für uns da sind, freuen wir uns enorm und wissen, dass wir nicht allein sind. Denn nur mit EUCH an unserer Seite können wir etwas bewirken! Danke, ihr Lieben, dass ihr für uns da seid! Danke auch an alle „Anonymen“! Danke an alle neu gewonnenen Freunde! Danke VETO – Tierschutz für diese klasse Aktion!  Ihr seid die Größten!

In eigener Sache – Adoption, Teil II

Liebe Adoptanten,
stellt euch einmal vor ihr seid voll berufstätig, habt eine eigene Familie und kümmert euch jeweils zusätzlich um 40-60 Hunde plus Katzen…. Jeden Tag, im Regen, im Schnee, im Matsch (zumindest bei dieser Jahreszeit) und dann kommen noch Tierarzt – Besuche dazu (kranke Tiere müssen versorgt werden, andere zur Impfung oder zur Kastration gebracht oder abgeholt werden). Jeden Tag müssen die Hinterlassenschaften aller Tiere entsorgt werden, die Kennel gefegt und geschrubbt, das Stroh in den Hütten ausgetauscht und die Fütterung beaufsichtigt werden, damit es nicht zu Streit und ungleicher Versorgung kommt. Derweil müssen Medikamente verabreicht werden. Am Ende muss der ganze, jeden Tag entstandene Müll, entsorgt werden.
Im Falle von Amira ersetze man die Berufstätigkeit durch Schulbesuch mit Bus weit entfernt vom Dorf zur nächsten Stadt, wenn nicht gerade wegen Corona „Home Office“ angesagt ist.
Nehmt es unseren Tierschützern vor Ort und uns bitte nicht übel wenn es keine allzu regelmäßigen Updates zum momentanen Entwicklungsstand (Größe, Gewicht) des jeweiligen Welpen /Junghundes gibt. Wichtige Neuigkeiten werden natürlich immer sofort kommuniziert.
Außer bei Welpen, die zusammen mit der Mutter gefunden werden, können wir keine genauen Angaben zur Endgröße machen. Es wird dann nur geschätzt. Auch können in einem Wurf verschiedene Größen herauskommen, dann nämlich, wenn eine Hündin von 2 oder mehr Rüden während ihrer Läufigkeit gedeckt wurde und ein Wurf eine Mutter, aber verschiedene Väter hat. Das ist auch für uns dann immer wieder sehr überraschend.
Wenn Welpen gefunden werden, dann können Geburtsdaten nur geschätzt werden. Wenn sie die Augen noch geschlossen haben ist es ziemlich einfach. Dann sind sie maximal 14 Tage alt, da Augen und Ohren sich 10-14 Tage nach der Geburt erst öffnen. Im Alter von 3-4 Wochen brechen die Milchzähne durch. Mit 4, eher mit 5, Monaten beginnt der Wechsel der Milchzähne. Dieser Zahnwechsel ist normalerweise mit 7 Monaten beendet. Aber auch hier gibt es schon einmal familiäre und teils rassebedingte Abweichungen. Also das „genaue“ Alter zu schätzen, bei Welpen, welche im Alter von 1-4 Monaten gefunden werden, ist nicht ganz einfach und demzufolge auch kein Anspruch auf 100%ige Genauigkeit. Bei Hunden, die erwachsen gefunden werden, ist es ja noch schwieriger. Da sprechen wir dann auch nicht über Monate, sondern ein geschätztes Alter wird in Jahren angegeben.
… Aber seid sicher, insgesamt versuchen unsere Tierschützerinnen vor Ort und wir immer unser Bestes zu geben.